Schätze unserer Erde – ProjektpartnerInnen gesucht

Themawechsel. Meine andere Baustelle: Aktionstag für Kinder.

Wir suchen noch Projektpartnerinnen und Projektpartner. Wir, das sind Stefanie Becker vom Karlsruher Lernverbund, kurz: KLEVER, und ich. KLEVER gehört zum Stadtjugendausschuss Karlsruhe und organisiert Ferien- und Nachmittagsprojekte. Die Sommerferienbetreuung trägt dieses Jahr das Motto

Eine Expedition in die Zukunft -
auf der Suche nach den Schätzen unserer Erde

Und was passiert da? Wenig. Und viel. Freizeit. Und spielerisches Lernen. Was die Sonne kann, z.B.. Und was der Wind macht, z.B.. Wie ich aus altem Papier neues Papier herstelle. Was mein Abfall macht. Und dass ich den auch nutzen kann.

Das machen die Kinder in ihren Gruppen in 14 Standorten. Oder lernen es auf Ausflügen kenne.

Und dann gibt es noch den

Aktionstag

Den organisieren Stefanie Becker und ich.

Der Aktionstag soll ein bisschen größer werden. Nicht ganz so trubelig wie 2011, als 450 Kinder die Handwerkskammer stürmten (hier ein Filmchen von Baden TV darüber), sondern aufgeteilt auf Rüppurr, Durlach, Bergdörfer und Innenstadt.

Und hier brauchen wir Unterstützung: Firmen, Institutionen, Vereine, Schul-AGs sowie Expertinnen und Experten, die Freude daran haben, Kindern das Thema nahe zu bringen. Gerne als Spende; denn der Finanzierungstopf ist nicht ganz so groß. SchülerInnen sowie Auszubildende, die im Rahmen Ihrer Firma mitmachen und einen Qualipass besitzen, bekommen für diesen Tag entsprechende Nachweise.

Da wäre z.B. möglich als Thema

  • essbare Gärten, Urban Gardening, (Wurm-)Kompost auf dem Balkon, Bodenschutz etc
  • Wiederverwerten von “Abfall” (Upcycling), Vermeiden von Abfall
  • Wasserschutz – eine vereinfachte Kläranlage bauen
  • Sonnenenergie – Solarkocher, Tischventilator…
  • Energiesparen im Haus
  • biologische Vielfalt unterstützen (Tiere, Pflanzen)
  • Bekleidung/Textilproduktion

Die Schulen, an denen die Aktionstage stattfinden, sind “normal” ausgestattet. Wenn z.B. ein Film gezeigt werden soll, so sind die entsprechenden Geräte normalerweise vorhanden. Die Kinder sind zwischen 6 und 11 Jahre, jeweils 2-3 BetreuerInnen begleiten 10-20 Kinder.

Ihre Unterstützung sicher zugesagt haben bereits der Soziale Garten von Initial e.V., Umwelt- und Arbeitsschutz (Stadt Karlsruhe), die Stadtwerke und ein Verein. Aber 450 Kinder wollen versorgt werden :-)

Kinder bemalen ein großes Stoffplakat

Wer hat Interesse? Wer kennt jemanden, die/der jemanden kennt, die/der Lust hätte? Bitte E-Mail an mich: butz@susannebutz.de.

Danke fürs Weitererzählen!

Generation Bandscheibe – Tipp 1

Dass in der Halswirbelsäule Bandscheiben sitzen, die genauso verschleißen wie die am unteren Rücken – das wurde mir erst bewusst, als ich das Röntgenbild sah.

Der näckische Zustand

OK. Lang genug Schindluder getrieben gehabt. Schwere (Laptop-)Taschen rechts und links. Auf dem Sofa fläzen, um am Laptop zu arbeiten. Überhaupt gerne alles andere als brav auf einem ordentlichen Schreibtischstuhl sitzen. Das Kiesersche Nackengerät vermutlich auch nicht das Gelbe vom Ei. Und sportmuffelig, wie ich bin…. Ergebnis: nicht nur die zwei verratzen Bandscheiben und verformte Halswirbel, sondern auch die rechte Schulter derart verspannt, dass sie höher stand als die linke. Ordentlich verhärtet neben/unterm dem Schulterblatt. Nach links konnte (kann) ich den Hals schon lang nicht mehr richtig drehen. Und dann der Tinnitus, der von den Verspannungen her kommt.

Die halbherzigen Versuche

Der selbst bezahlte Physio drückte schmerzhaft, um Blockaden aufzulösen. Der verschriebene Physio gab sich alle Mühe, Übungen zu zeigen, die ich vielleicht eventuell unter Umständen doch gewillt bin, zwischendrin zu machen. Irgendwie war das alles nix. Mit Plan ging ich da nicht ran, und wenn ich es doch mal eine Weile schaffte, schmerzte es nur noch mehr. Bis ich mal blickte, was ich mache: ich übertreibe. Sowohl damals bei Kieser als auch bei den Physio-Übungen: immer bis zur Schmerzgrenze, immer vehement, immer mit viel Kraft, immer zuviel.

Der Mann mit den Zauberhänden

Irgendwann hat dann auch mal Frau Butz kapituliert und ließ sich zum Masseur bringen. Der dem Kollegen schon wundersam bei seinen Bandscheiben geholfen hat (auch der Kollege hatte zuvor eine schmerzhafte Physio-Odyssee hinter sich).

Juchheisa!

In funktionellen polyesterbevorhängten völlig unesoterischen Kabinen vollbringt der Mann sein Handwerk in 20 Minuten – und der Tag danach war seit langem mal wieder schmerzfrei. Ich wusste ja gar nicht mehr, wie das ist.

Ein vollkommen bodenständiger Mensch mit Jahrzehnten an Erfahrung. Der als Erstes meinte: “Jetzt setzen Sie sich doch nicht so kerzengerade hin!”
Hä? Alle Welt erzählte mir bisher, wie wichtig aufrechtes Sitzen/Stehen/Gehen ist, und dann sagt der was von “lassen Sie sich ruhig ein bisschen gehen”.
Probiert’s mal: kerzengerade auf den Stuhl setzen, rechtes Bein heben. Wie hoch bekommt Ihr es locker und schmerzfrei? Und jetzt ein bisschen abgesackter auf den Stuhl setzen, noch mal rechtes Bein heben. Und nun? Wie hoch klappt’s jetzt? Das Gleiche mit dem linken Arm.
Dass ich meine Unterschenkel überkreuze, soll ich auch mal bleiben lassen. Wirkt sich alles auf den Schultergürtel aus (wenn man da eh schon Probleme mit hat). Und dann rüttelt er an meinem Rücken, vorsichtig am Hals und am Kopf, schüttelt am Armgelenk, drückt am Hals und fragt “und?”.

Ja.

Der Weg ist nicht der nächste, aber der Aufwand lohnt sich. Ihr, die Ihr an verspannten/verzerrten/vermöbelten Gliedmaßen leidet: fahret hin zu

Massagepraxis Egbert Zimmermann
Odenwaldstr. 2, 68753 Kirrlach

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Tipp 2 folgt (Spoiler: Feldenkrais)

Basteltipp für Experimentierfreudige

Ich mag das, wenn die Kundschaft ausprobiert. Meist bekommt sie so einen besseren Einblick, was ich so mache. Und dass das mit diesem Internet nicht in 24h gelernt ist.

Was allerdings ein bisschen heikel ist: dort zu arbeiten, wo es alle sehen. Nämlich auf der eigenen Website. Verlockend ist das mit diesem WordPress zum Beispiel ja schon. Plugins ausprobieren, CSS ausprobieren, in Unterordner verschieben [younameit].

Damit der Freude am Basteln keinen Abbruch getan wird (ich schreibe just aus gleich zweimal aktuellem Anlass): auf ner eigenen Domain ausprobieren. Dann geht mit der “richtigen” garantiert nix kaputt (jaha, die Profis. Die Profis, die machen da natürlich nen eigenen Server auf ihren Rechner. Meine Kundschaft ist aber in dieser Hinsicht kein Profi. Sonst wären sie ja nicht bei mir).

Also:

  • weitere Domain bestellen (kost’ heut nicht mehr die Welt)
  • evtl. Paket aufstocken bzw. zweite Datenbank bestellen
  • WordPress in einen Unterordner installieren (und auf der eigentlichen Domainseite = “root” eine einfache Seite mit nem Link zur “richtigen” Website setzen)
  • Theme installieren (bitte die Lizenzbestimmungen für das Theme beachten. Bei kostenpflichtigen Themes darf eine Installation meist nur auf einer Domain laufen)
  • von der “richtigen” Domain die Daten exportieren (Adminbereich: Werkzeuge > Daten exportieren; anschließend Adminbereich: Werkzeuge > Daten importieren. Beim Importieren mit dem WordPress-Importer die Option “Import Attachments” anklicken, dann werden Bilder etc ebenfalls mit übernommen)
  • basteln. Und dabei immer aufschreiben, was man grad so getan hat. Damit wieder schnell zurück gebastelt ist. Bzw. bei Erfolg es auf die “richtige” Website genau so wieder gemacht werden kann.

Alla. Nur zu!

Abgezockt

Ich zahle bei meinem Friseur 42 Euro für’s Haare schneiden. Ich bin da schon lange, ich weiß mehr oder weniger, was mich erwartet. Die Mitarbeiterinnen zeigten bisher keine Ambitionen, mir was sinnlos aufzuschwatzen.

Als ich wenig Geld hatte, ging ich zu Karstadt. Ich glaube, da war es mit 15 Euro getan. So sah es auch aus (da bleibt nicht viel Zeit für Details), war aber für mich in Ordnung.

Bei Websites ist das nicht so einfach. Das mit dem “Ich seh, was die tun”. Offensichtlich werden da Preise gerne gewürfelt. KundIn zahlt schon.

Ich hatte die Website früher schon mal angeguckt gehabt. Sprich: Quelltext aufgerufen. Wohl schon ziemlich älter. Mit Framesets, Tabellenlayout, und vielen Grüßen von “function MM_ “. Nein, sie war 2005 erstellt worden. OK. Dann vielleicht das Karstadt-Modell (billig, aber das sieht man halt auch). Nein, die Kundin hatte gut bezahlt. Die umsetzende Firma, die die Site freundlicherweise auch hostet (für gut Geld), gibt den Hostingbereich ab. Aber man könne da eine andere Firma empfehlen.

“Sagen Sie mal”, meinte die Frau zu mir. “Sie machen doch Websites. Sie wissen doch sicher, was so Webhoster verlangen.”
“Ja.”
“Die bieten mir eine Firma an, die 17 Euro im Monat für dieses Hosting haben möchte.”

Öhöm? Eine kleine Website? Mit ner kleinen Datenbank dahinter? Für 17 Euro?

190 Euro für den Domainumzug.
60 MB Daten und zwei kleine Datenbanktabellen? Und die empfohlene Firma wusste ja, was auf sie zukommen würde.
Der Umzug inklusive Maileinrichten beim Provider hatte mich gestern insgesamt kaum eine halbe Stunde gekostet. Das Meiste erledigte sowieso das FTP-Programm.

Das “CMS”, das die umsetzende Firma erstellt hatte. Nunja. Den Texteditor in ein paar Seiten eingebaut. Die Zugangsdaten im root-Verzeichnis.

Profis am Werk.

magasin madagascar

Seinen Schreibtisch in einem “Atelier FÜR GESTALTUNG” stehen zu haben, bedeutet: weiße Wände. Seit heute leuchtet ein orangener Blechschmetterling mir entgegen.

Blechschmetterling

Er kommt aus Madagaskar und mitgebracht hat ihn Verena Konrad. Mitgebracht hat sie verschiedenerlei Farbenfrohes – Körbe, Taschen, Blechautos, Halsketten, Lampions, Tiere und lange, lange Wimpel:

bunte Geldbörsen aus BastBastschalen
Flecht- und Korbwaren von BäuerInnen und KunsthandwerkerInnen

Holzskulpturen
Holzskulpturen, die von einer Bildhauerfamilie stammen

bunte Papierlampions
bunte Papierlampions, wie sie einmal im Jahr zum Nationalfeiertag am 26. Juni herumgetragen werden

Jonglierbälle
Jonglierbälle vom madegassischen “Cirque Social”

Wimpelketten
Wimpelketten einer Näherin, mit der Verena Konrad zusammenarbeitet

Viele der Stücke entstehen in besonderen Projekten, die z.B. die Arbeit von Frauen oder die Ausbildung von Straßenkindern unterstützen. Weggeworfenes als Grundlage – die Perlen für die Perlenketten aus alten CD-Hüllen, die Decken aus T-Shirtresten, die Lampions aus bemaltem Altpapier.

Verena Konrad ist Kunsttherapeutin und lebt seit sieben Jahren mit ihrer Familie in Madagaskar. Sie arbeitet in manchen Projekten direkt mit, berät die Frauen über den europäischen Markt und die Ansprüche, die unsereine hier so hat. Sie pflegt den Kontakt mit den Handwerkerinnen und Handwerkern und kann viele Geschichten über das Entstandene erzählen. Über die bunten Halsketten zum Beispiel. Die sich aus der Tradition der alten “Zauberketten” mit gefärbten Plastikperlen, Blechstückchen und Stoffresten weiter entwickelt haben. Oder die bemalten Schilftaschen, deren Rohstoff an einem See wächst, der aufgrund der undenkbar schlechten Verkehrswege von der Hauptstadt aus, in der sie lebt, kaum erreichbar ist. Und trotzdem machen sich wöchentlich die Bäuerinnen und Bauern von dort auf, um auf dem Markt in Antananarivo ihre Körbe und Schalen zu verkaufen.

Einmal im Jahr packt Verena Konrad den Koffer voll, um die Schmuckstücke zu zeigen. Z.B. hier im Atelier FÜR GESTALTUNG.

Und sie freut sich, wenn das eine oder andere gekauft wird. Als Bestätigung für die ProduzentInnen, dass ihre Arbeit anderen was wert ist (vielleicht ein bisschen mehr wert als das Schnäppchen von Nanunana…). Und dass es eine Einnahmequelle sein kann in einem Land, in dem die politische Lage sich immer weiter verschärft, dessen Rohstoffe von reichen Ländern (sprich: uns) ausgenutzt werden und Spielzeug aus China und Altkleider aus Europa die eigenen Märkte kaputt macht.

Öffnungszeiten magasin madagascar

Freitag, 6.7.2012: 11 – 20 Uhr
Samstag, 7.7.2012: 11 – 18:30 Uhr
Sonntag, 8.7.2012: 11 – 16 Uhr

im: Atelier FÜR GESTALTUNG, Goethestraße 36, 76135 Karlsruhe
(beim Gutenbergplatz)

PDF-Flyer magasin madagascar
Wikipedia-Eintrag zu Madagaskar